In der Europa-Jugendherberge auf dem Schloss Colditz wurde vom 15.07. bis 12.09. die Ausstellung „Jüdische Spuren in Colditz“ gezeigt. Die Ausstellung präsentiert die Stationen und Ergebnisse des Stolpersteinprojektes in Colditz, dass im letzten Jahr mit Schüler_innen der Sophienschule durchgeführt wurde. In dem vom Flexiblen Jugendmanagement (FJM) und Erich Zeigner Haus e.V. begleiteten Projekt recherchierten Jugendliche über die jüdische Familie Nussbaum aus Colditz. Diese betrieb am Markt in Colditz ein Textilwarengeschäft, bevor sie von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager deportiert wurden und dort ihr Leben verloren. Die Recherchearbeit der Jugendlichen mündete schließlich in die Stolpersteinverlegung für die drei Familienmitglieder im Dezember 2013 in Colditz und in die nun gezeigte Ausstellung aus 12 Tafeln.

„Wir in der Europa-Jugendherberge begrüßen das Anliegen der Ausstellung, über die Geschichte der Familie Nussbaum und des Nationalsozialismus in Colditz so anschaulich zu informieren. Gerade für unsere jungen Gäste ist es wichtig, diese Zeit und Geschichte sichtbar zu machen. Wir freuen uns, dass darüber hinaus Besucher gezielt zur Ausstellung kamen“ so Stefan Steinbach, Leiter der Jugendherberge. 

Ulrike Läbe vom FJM: „In diesem Jahr begleiten wir weitere Jugendliche bei der Recherche zur ehemaligen jüdischen Familie Besser aus Colditz, für die am 11. Oktober Stolpersteine in Colditz verlegt werden.“ Die Ausstellung wurde wie das Gesamtprojekt vom Lokalen Aktionsplan des Landkreises gefördert und ermöglicht, dass Jugendliche Geschichte hautnah erfahren können.

Nach der Zeit auf dem Schloss Colditz wird die Ausstellung im Erich-Zeigner-Haus Leipzig und auf der Tagung ‚Gel(i)ebte Mitbestimmung‘ am 30.9. und 1.10. im Leipziger Rathaus gezeigt.  Interessenten für die Stolpersteine und die Ausstellung können sich an das Flexible Jugendmanagement unter der Telefonnummer 034345 559736 wenden.

Ulrike Läbe und Andreas Rauhut, FJM